/fehler.css

Amazon: Aufteilung des Luftraums für Drohnen

Aufteilung des Luftraums für Drohnen: Amazon meldet sich zu Wort

Auf der Konferenz Xponential formulierte Gur Kimchi, Leiter des Amazon-Drohnenprogramms Prime Air, konkrete Forderungen zur internationalen Aufteilung des Luftraums für Drohnen. Amazon wirbt dabei für eine Zweigliederung des Luftraums bis in eine Höhe von 152 Metern und einen Ausbau der Kommunikation der Drohnen untereinander, um die Sicherheitsbedingungen im zunehmenden Drohnenverkehr zu verbessern.

Eine steigende Anzahl Drohnen im internationalen Luftraum

Immer mehr Versanddienstleister setzen auf die vollautomatische Auslieferung der Waren mittels Drohnen. Während die unbemannten Luftfahrzeuge zunächst nur im militärischen Umfeld zum Einsatz kamen, erfreuen sich die Drohnen nun auch immer größerer Beliebtheit im Logistiksektor.

Seit März 2015 betreibt Amazon in den USA Drohnen zur Auslieferung von Paketen, dieses Projekt lief jedoch nur spärlich an. Grund dafür sind die Auflagen: Die Flughöhe der unbemannten Flugobjekte darf 122 Meter nicht überschreiten. Zudem muss die Drohne von einem Piloten gesteuert werden, der über ein Gesundheitszeugnis und eine Privatpilotenlizenz verfügt.

Seit Ende des Jahres 2013 erprobt DHL in Deutschland die Auslieferung von Paketen mithilfe von Drohnen. Der DHL Paketkopter kam bereits zum Einsatz, um die Nordseeinsel Juist mit Paketen zu beliefern. Der Flug über das offene Meer stellte dabei keine Schwierigkeit dar. Problematischer wurde die Auslieferung von Paketen über bewohnten Gebieten. Im Januar dieses Jahres scheiterte der Einsatz des DHL Paketkopters einerseits an den Wetterbedingungen und andererseits am Widerstand der Bevölkerung in Reit im Winkel in Oberbayern: Besonders für Gleitschirmflieger könnten die unbemannten Tiefflieger eine ernsthafte Gefahr bedeuten.  

Zweiteilige Aufteilung des internationalen Luftraums für Drohnen

Um die möglichen Gefahren des Drohneneinsatzes zu minimieren, solle der Luftraum für Drohnen zweigeteilt werden, so der Vorschlag von Gur Kimchi von Amazon. Dabei machte er unmissverständlich klar, dass eine Aufteilung des Luftraums für Drohnen international verbindlich formuliert werden müsse.

Der Vorschlag von Amazon sieht vor, dass die untere Hälfte des Luftraums bis 61 Meter (200 Fuß) für Hobby-Drohnen von Privatleuten reserviert werden könne. Ferner sei der untere Bereich auch für lokal eingesetzte unbemannte Tiefflieger geeignet: Beispielsweise Drohnen für Luftaufnahmen oder Bauinspektionen könnten dort fliegen.

Der Bereich von 61 bis 122 Meter oberhalb des Bodens wäre ausschließlich für Langstreckendrohnen ausgelegt. Diese unbemannten Flugobjekte sind besonders leistungsfähig sowie schnell und sollten andere Objekte realisieren können, um durch eigenes Ausweichen Unfälle zu vermeiden. Neben dem "sense and avoid" Prinzip sollten die Hochleistungsdrohnen außerdem mit anderen Flugobjekten über IEEE 802.11p (WAVE) kommunizieren können.

Sonderzonen für den Drohnenverkehr

Die Darlegung vonseiten Amazon sieht zudem Sondergebiete für den internationalen Drohnenverkehr vor. So sollen einerseits Hobby-Drohnenführer in ausgewiesenen Gebieten höher fliegen dürfen. Andererseits sollte vor allem in risikoreichen Lufträumen, wie beispielsweise im Gebiet um Flughäfen, ein generelles Flugverbot für Drohnen gelten.

Kimchi sprach sich auf der Konferenz ebenfalls für temporäre Drohnen-Flugverbote aus. Dies sei vor allem beim Einsatz von Rettungshubschraubern sinnvoll.

Die Äußerungen von Amazon stießen bei der Konferenz dennoch nur auf mäßige Begeisterung. Positiv wurde hervorgehoben, dass konkrete Vorschläge für die Regulierung des Drohnenverkehrs formuliert wurden. Negativ war jedoch die Resonanz auf die Forderungen, welche vor allem Amazon zu Gute kämen.            

(Bild: Amazon)                      

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.