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Der Paketkopter 3.0: Der fliegende Postbote

Der DHL Paketkopter 3.0 ist ein vielversprechendes Projekt, das den Nutzen von Drohnen eindrucksvoll demonstriert. 2016 hat DHL eine Entwicklung des Projekts präsentiert, die ein großer Schritt in Richtung vollautomatischer Paketzustellung ist. Damit ist DHL der erste Paketdienstleister weltweit, dem das gelungen ist.

Der Verlauf des Paketkopter-Projekts

Das Projekt startete im Jahr 2013, als ein manuell gesteuerter Quadrocopter in der Nähe des Post Towers in Bonn kleine Pakete über den Rhein transportierte. Damals waren es noch zwei Piloten, die die Steuerung der Drohne übernahmen. Der Paketkopter 2.0 ging 2014 an den Start. Diesmal flog der Quadrocopter autonom und bewältigte eine Flugroute von 12 Kilometern. Getestet wurde er in Norddeich und Juist. 2016 präsentierte DHL den Paketkopter 3.0. Er ist nicht mehr als Quadrocopter konzipiert, sondern als Kippflügler. Die in ihrer Form einem Flugzeug ähnelnde Drohne kann senkrecht starten und landen und bewegt sich mithilfe zweier Propeller vorwärts. Getestet wurde sie in in der bayerischen Gemeinde Reit im Winkl. Das Besondere an dem Projekt: die Drohne startet und landet vollautomatisch in einer Packstation. Die Station belädt den Paketkopter mit aufgegebenen Paketen, bevor dieser vom Dach der Station abhebt und das Paket an eine zweite Station überstellt. Damit ist DHL weltweit Vorreiter und zeigt, wie der Paketversand in abgelegenen Gebieten völlig autonom funktioniert.

Video: DHL Paketkopter

Paketkopter 3.0: starke Leistung unter schwierigen Bedingungen

Die technischen Daten die DHL vorweisen kann, sind beeindruckend. Der Paketkopter 3.0 überwindet unter schwierigen klimatischen Bedingungen eine Höhendifferenz von ca. 500 Metern und erreicht dabei eine Reisegeschwindigkeit von etwa 70 Stundenkilometern. Die über acht Kilometer lange Flugroute zwischen Talstation und Alm auf 1200 Meter Höhe schafft die Drohne in acht Minuten. Zu Recht weist DHL darauf hin, dass die gleiche Strecke mit dem Auto über 30 Minuten gedauert hätte. Während des Projekts wurden insgesamt 130 autonome Be- und Entladungen durchgeführt. Mit dem Paketkopter 3.0 zeigt der Paketdienstleister, welches Potenzial zivil genutzte Drohnen eröffnen. Umfassend unterstützt wurde das Projekt nicht nur von der Gemeinde Reit im Winkl, sondern auch vom Bundesverkehrsministerium (BMVI), das extra ein Flugbeschränkungsgebiet einrichtete. Das Luftamt der Regierung von Oberbayern erteilte der DHL die erforderlichen Genehmigungen.

Wie geht es weiter mit dem Paketkopter?

Forschungs- und Entwicklungspartner des Projekts ist die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH). Der Paketdienstleister wird zusammen mit den am Projekt beteiligten Forschern die Daten auswerten und dann über weitere Testläufe entscheiden. Sicher ist, dass DHL mit dem Projekt in eine zukunftsweisende Technik investiert.

(Bild: DHL)

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