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Enthüllt: Neue Amazon Lieferdrohne

Schon seit längerer Zeit verfolgt Onlinehändler Amazon die Vision, Bestellungen nicht mehr nur auf dem Postweg, sondern auch mit einer Drohne an seine Kunden auszuliefern. Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, bedarf es jedoch spezieller Lieferdrohnen, die für diese verantwortungsvolle Aufgabe gerüstet sind.

Prototypen von Amazon-Lieferdrohnen

Bereits vor zwei Jahren stellte Amazon-Chef Jeff Bezos einen entsprechenden Prototyp einer unbemannten Lieferdrohne vor und sorgte damit weltweit für Aufsehen. Im November 2015 folgte dann ein überarbeitetes Modell, das seinem Vorgänger einiges voraushat. So kann die neue Version von Amazons Lieferdrohne senkrecht starten, bis auf eine Flughöhe von etwa 120 Metern steigen, dort bis zu 24 Kilometer weit fliegen und schließlich - am Ziel angekommen - auch wieder senkrecht landen. Optisch erinnert das überarbeitete Modell der Drohne eher an ein Flugzeug als an eine klassische Drohne. Bei dem Prototyp handelte es sich noch um einen Octocopter. Die Weiterentwicklung verfügt außerdem über mehrere Sensoren, dank derer die Amazon Lieferdrohne anderen beweglichen Objekten ausweichen kann.

 

Video: Amazon Prime Air

Im Januar verriet Amazon-Manager Paul Misener gegenüber Yahoo News weitere Details zur neuen Drohne, die im Rahmen des geplanten Drohnenlieferdienstes von Amazon eingesetzt werden soll. Unter dem Namen Amazon Prime Air soll der Lieferdienst über eine Flotte von Drohnen verfügen, die ein Gewicht von bis zu 2,5 Kilogramm transportieren können sollen. Die meisten von Amazon verschickten Pakete bringen weniger auf die Waage und könnten somit problemlos per Drohne zum Kunden fliegen. Die Reichweite der Drohne soll mehr als 15 Kilometer betragen. Angestrebt wird, dass die Waren in einem Zeitfenster von 30 Minuten nach der Bestellung beim Kunden ankommen. Über den Preis einer Lieferung per Drohne ist noch nichts bekannt und auch wie die Zustellung von Paketen an Kunden in Appartmentwohnungen oder Mehrfamilienhäusern funktionieren soll, ist noch nicht endgültig geklärt.

Kommerzieller Einsatz noch ungewiss

Ob und wann es überhaupt zum Einsatz von Lieferdrohnen kommt, ist ungewiss. Amazon wirft der US-Flugaufsichtsbehörde FAA vor, dass diese die Tests verzögern würde, die für einen regulären Einsatz von Lieferdrohnen erforderlich sind. Kritiker halten den Einsatz der unbemannten Flugobjekte für nicht ungefährlich und weisen darauf hin, dass Drohnen bei schlechten Wetterbedingungen abstürzen und so große Schäden verursachen könnten. Auch ein zu dichter Flugverkehr von unkoordiniert fliegenden Lieferdrohnen könne große Risiken bergen, ist von Seiten der Kritiker zu vernehmen. Auf diesen Einwand hat der Online-Versandhändler reagiert, indem er der Luftfahrtaufsicht die Einrichtung von sogenannten Luftkorridoren speziell für Lieferdrohnen vorgeschlagen hat. Demnach sollen Drohnen nicht niedriger als 60 Meter und nicht höher als 120 Meter fliegen. Das letzte Wort wird jedoch die FAA haben. Sie wird entscheiden, ob Amazons Prime Air Realität wird oder es bei einer Zukunftsvision bleibt.

 

(Bild: Amazon)

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