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Google testet Solar-Drohnen für schnellen Internetzugang

Google Access, eine kaum bekannte Abteilung des Internetunternehmens testet unter dem Codenamen "Skybender" neue Konzepte für den schnellen Internetzugang. Dabei ist die Vision der Google Entwickler ein verbesserter Internetstandard und eine Flotte selbst fliegender Drohnen, die als Relaisstationen zur drahtlosen Internetübertragung dienen.

Google hat aus mehreren Gründen großes Interesse an der neuen Technologie. Der Internetkonzern hat erkannt, dass das derzeitig genutzte Frequenzspektrum für den Mobilfunk an seine Grenzen stößt und zusätzlich in vielen entlegenen Teilen der Erde der Internetempfang nur eingeschränkt oder überhaupt nicht möglich ist. Eine erhöhte Verfügbarkeit von Internet bedeutet für Google jedoch gleichzeitig mehr Internetnutzung und damit Werbeeinnahmen für den Internetkonzern. Darüber hinaus wäre Google mit der neuen Technologie in der Lage, den etablierten großen Mobilfunkanbietern wie Telekom, Telefonica und Vodafone nicht nur durch innovative Technik, sondern auch durch günstige Preise Konkurrenz zu machen. Zusätzlich ist Google seit der Übernahme von YouTube noch stärker an einer möglichst schnellen Verbreitung eines neuen, schnelleren Internetstandards interessiert, weil die störungsfreie Übertragung von Videos und Werbung der Videoplattform eine besonders hohe Bandbreite erfordert.

Die Datenübertragung erfolgt beim "Skybender" Projekt im Bereich der Millimeterwellen. Diese Technologie könnte auch Basis für den Standard eines neuen 5G-Netzes sein, der nach heutigen Kenntnissen bis zu 40 Mal schnellere Datenübertragung in der mobilen Kommunikation erlaubt, als die aktuelle 4G LTE Technologie. Darüber hinaus erschließen die Millimeterwellen ein neues Spektrum an Frequenzen, welche die Nutzung eines besonders breiten Frequenzbandes ermöglichen unter anderem weil dieser Frequenzbereich nicht in Konflikt zum 4G-Funkbereich steht. 

Video: Titan Aerospace Solar-Drohne 

Millimeterwellen haben jedoch eine deutlich kürzere Reichweite. Bei hoch fliegenden Drohnen als Relaisstationen für das Internetsignal im Frequenzband der Millimeterwellen will Google diesen Nachteil mit einer "Phased Array" genannten Übertragungstechnik zur Bündelung der Wellen ausgleichen. Für die neuen Übertragungssysteme testet Google unterschiedliche Trägertypen. So kann ein Centaur genanntes Fluggerät sowohl automatisch, als auch pilotiert fliegen. Alternativ zum Typ Centaur setzt Google solar betriebene Drohnen ein. Entwickelt und hergestellt wird der solar betriebene Drohnentyp von Titan Aerospace. Diese Konzernsparte ging aus der 2014 vollzogenen Übernahme des Startup-Unternehmens Titan Aerospace durch Google hervor. Titan entwickelt und baut Drohnen mit Flügelspannweiten von bis zu 50 Metern. Die große Spannweite erlaubt es den unbemannten Fluggeräten, auch oberhalb der Wetterschicht zu fliegen. Damit fliegen die Drohnen bereits in Höhen, von denen aus sie die gleichen Funktionen zur Übertragung von Internetsignalen übernehmen können wie Satelliten.

Google führt seine Drohnenexperimente in USA auf dem Spaceport America im Bundesstaat New Mexico durch. Der Spaceport dient auch Virgin Galactic als Weltraumbahnhof zur Erprobung seines SpaceShipTwo. In großer Höhe fliegend, müssten Tausende der Fluggeräte stationiert werden, um die ganze Welt mit Internet zu versorgen.

Mittlerweile wird auf vielen verschiedenen Gebieten geforscht und getestet um die Drohnentechnologie wirtschaftlich für kommerzielle Zwecke einsetzen zu können. So gibt es unter anderem mehrere Meldungen von Amazon, dass verschiedenen Drohnen für die schnelle Auslieferung von Bestellungen Tests absolvieren.

(Bild: Titan Aerospace)

 

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Tags: Drohne, Google, Test
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